Mittwoch, 29. Mai 2013

schissedrägg und tohoubawouh


28.05. so da sind wir wieder. seit einer woche zurück von der lünenburger heide und houton, holland. und wir hatten ja ein affendussel mit dem wetter.
überall schlechtes pfingstwetter, wir hatten von 5 nur zwei schlechte tage. wir konnten radfahren und einige unbeschwerte stunden in dieser wunderschönen umgebung geniessen. auch tigi genoss die zeit in der heide. sie ist fast andauernd unterwegs gewesen. wir hatten auf dem übrigens irre schönen, und für schweizer verhältnisse enorm günstigen campingplatz aber auch ein enormes glück mit dem gebuchten stellplatz gehabt. wir waren direkt an einer riesengrossen pferdeweide positioniert und so hatte sie viel auslauf- und jagdmöglichkeiten. die fahrt nach houton in holland zu marian und ihrer familie war dann aber eher etwas feucht. ebenso die zeit in holland war von regengüssen geprägt aber das störte uns nicht gross, denn wir waren ja auf besuch bei freunden und da ging es ganz gemütlich ab. viel fress, sauf und geplauder bei gemütlichem zusammensein.  ja und dann ging es halt wie gewohnt weiter, pink und joe cocker in concert im hallenstadion und oh wunder, die hundehalter melden sich auch so langsam wieder. da und dort eine anfrage und auch zusagen. ein spezieller fall möchte ich erwähnen. eine ehemalige nachbarin teilete mir via cb mit, sie habe eine bekannte die grosse probleme mit ihrem dackel habe. ich soll sie bitte kontakten. das gespräch war dann auch sehr nett, die dame erzähöte mir von ihrem problem und fragte mich gleich nach einem tipp. als ich ihr eine terminvereinbarung vorschlug, merkte ich dann aber, dass sie sehr zurückhaltend wurde. schlussendlich erklärte sie mir, dass sie bedenken wegen eines termins hätte, sie habe schon schlechte erfahrungen mit tierpsychologen gemacht. auf mein nachhacken, erzählte sie mir dann, sie habe wegen des problems schon einen hundepsychologen zuhause gehabt. der sei etwa 3 stunden bei ihr gewesen, habe mit ihr geplaudert, ihr zwei, in meinen augen nicht adäquate, tipps gegeben und ihr dann chf 550.00 abgeknöpft. sie sei bei dem betrag fast vom stuhl gefallen. auf meinen vorschlag auf dem nächsten waldrally teilzunehmen, preis 25.00 chf, um uns gegenseitig kennenzulernen, ging sie dann gerne ein. ich ärgerte mich etwas über den herr kollegen der so unverschämte preise verlangt und unseren ruf damit schädigt. aber wie immer, es gibt überall schwarze schafe.

am donnerstag ist mir dann die aussendusche für die hunde am wohnmobil eingebaut worden. cool, nun kann ich die hunde wenn sie verschmutzt sind mit wasser reinigen bevor sie ins hymerli gehen. weniger cool war dann der umstand, dass ich vom abend an dann nur noch probleme hatte. ich kam gegen abend auf dem camping in reinach baselland an. es war wieder mal seminarwochenende in der hundeschule an der birs. vor dem abstellen auf dem stellplatz, füllte ich noch den wassertank. beim kochen dann, auf einmal kein tropfen wasser mehr. ich zum tank, ist jedesmal mit einem riesentohoubawou im hymerli verbunden, da ich die ganze sitzgruppe auseinander nehmen muss. also die pumpe etwas schütteln. ging immer noch nicht. dann zum sicherungskasten die sicherung wechseln. ah oh wunder, und es ging wieder. aber nur eine halbe minute vielleicht. dann wieder sense. und ich immer stinkiger werdend, wieder zum tank, wieder tohoubawou, wieder pumpe schütteln, aber da ging nichts mehr, nur noch, wie sagt doch die strupatelli, nur noch schissedrägge. irgendwie brachte mich aber die situation noch nicht so ganz aus der ruhe. wohlweislich hatte ich doch zwischenzeitlich, wegen dem letzten pumpenmalheur, eine ersatzpumpe gekauft. die ausgepackt, entwickelte sich aber zu einem bumerang. das verdammte ding war das falsche modell. nun kam aber der frust langsam wirklich hoch. vor allem, als ich dann noch entdeckte, warum die pumpe ausgestiegen war. der abflussstöpsel ist durch ein feingliedriges kettchen an der tankdecke befestigt. diese kettchen war sehr locker und irgendwie schaffte es die pumpe, das sich im wasser hin und herbewegende kettchen anzusaugen, und das teil verhängte sich beim ansaugpropeller. ich musste ziemlich kraft aufwenden, das kettchen da rauszuziehen.  beim rausziehen, jagte es dann noch die sicherung raus. ich liess gefrustet alles liegen und stehen und ging schlafen.
anderntags fragte ich im verkaufsgeschäft auf dem camping nach, ob sie sicherungen und ersatzpumpen haben. war natürlich nicht der fall, aber ein dauercamper der gerade anwesend im laden war, erklärte mir, wo ich das finden konnte und leihte mir sogar seinen kleinen wagen. ich also nichts wie los dahin und zwei pumpen und sicherungen kaufen. zwei pumpen, über chf 100.00. na ja was sollte ich machen. also knurrend bezahlt und zurück die pumpe einsetzen. klappte wunderbar und friede, freude, eierkuchen, als das wasser wieder lief. und dann kam der besuch. maria und arno meine alten basler freunde, gerade zurück von einem 3 monatigen thailandaufenthalt. zwei tolle menschen, etwas hängengeblieben in den 60-er jahren. natürlich wie immer wenn wir zusammen sind, ein riesengeköche, stundenlanges essen und trinken und einfach gemütlich sitzen, plaudern und viel lachen. ungezwungen und locker. einfach fein. nach 8 stunden waren wir platt und sie fuhren mit dem fahrrad nach basel zurück.  sie auf einem klapprigen drahtesel und er auf einem e-bike. genauso kenn ich die beiden…..einfach etwas schräg aber man muss sie einfach lieben. wenn es sie nicht gäbe, müsste man sie erfinden. der hammer der geschichte ist aber, dass, als maria die toilette benutzte, auf einmal die wasserpumpe wieder ausstieg. sie kam etwas verstört aus dem bad und wusste nicht was geschehen war. „ich war am spülen und dann machte es plopp und es kam kein wasser mehr“, meinte sie etwas verschüchtert. arno bekam ein lachanfall und brüllte: „jetzt geht die tussi auf’s klo und schon  explodiert die wasserpumpe“. ich dachte nur….oh nein, diese verdammte kette jetzt wird sie gekappt. aber um der gemütlichkeit kein abbruch zu tun, verschob ich das vorhaben auf den anderen tag. nur wie sollte ich das anstellen, am anderen morgen fing das seminar ontogenese  an und da war absolut keine zeit einkäufe zu machen. ich brauchte aber dringend sicherungen und verbindungsmanschetten um die neue wasserpumpe anzuhängen. nun, wir hatten viel getrunken, noch mehr gegessen und ich wollte  mich nicht um diesen „schiessedräck“ kümmern. am anderen morgen natürlich bockmist erster güte. geschirrchaos, klo konnte nicht benutzt werden, natrürlich auch keine dusche, und es regnete schon den zweiten tag in strömen. mir macht  der regen zwischenzeitlich nichts mehr viel aus, das womoleben hat mich abgehärtert. aber ich gehe nicht so gerne auf die öffentlichen campingplatzduschen. samstag, seminartag alles schien verdammt knapp zu werden denn die dusche musste einfach bis montagmorgen funktionieren denn ich gehe sicher nicht ungeduscht in’s hallenstadion arbeiten und am montag musste ich dort schon um 0800 uhr antreten. zum glück war gabriela mit auf dem seminar und so wusste ich werner, ihren mann, in der nähe. er hat mal beim tcs gearbeitet und wusste eventuell wo ich die sicherungen und verbindungsschühchen finden konnte. aber logo wie hätte es auch anders sein können, ich traf ihn nicht an.  so half das natel weiter. er meinte, ich würde alles bei obi finden. nur wie und wann dahin fahren. guter rat teuer.  zum glück war die kleine chaotin zoe mit auf dem seminar. sie erzählte mir, dass sie noch keine unterkunft hat und ich erzählte ihr mein missgeschick. dabei kam mir der gedanke, dass sie ja auf dem campingplatz in meinem zelt übernachten kann. nur das zelt war in riehen bei ere. aber das konnten wir ja holen und dabei noch bei obi vorbeifahren. sie war sofort feuer und flamme und wir organisierten, dass wir um 1600 vom seminar abhauen konnten. schühchen fanden wir, sicherungen nicht in der verlangten amperezahl aber ich kaufte mal eine kompromisslösung. dann schwupps bei ere vorbei, dabei begegneten wir noch einem personenschaden mit der tram, das zelt einpacken und ab auf den camping. dann pumpe einbauen, und oh wunder, das wasser floss wieder durch die leitungen, dann zelt aufstellen, heizung im zelt einrichten und dann ging’s an’s abwaschen und kochen. wiederum ein mordsgemütlicher abend bei heidekartoffeln, spargel und wein. es ging uns gut und ich fühlte tief innen, dass der „schissedrägg“ vorerst ein ende hatte. das seminar übrigens war sehr gut. wir konnten viel praktisch üben, und irene julius, die dozentin, hat uns viel brauchbare tipps in die hand gegeben. sonntagabends nach dem einpacken ging es dann zu ere. wir hatten zum abendessen abgemacht. sie kochte marrokanisch. es war superb. wieder ein geglückter, gemütlicher abend. wir feilten an unseren kroatien ferienplänen vom juli/august dieses jahres. nachts fuhr ich dann noch nach zürich auf den katzensee rastplatz. dort verbrachte ich die nacht bevor ich morgens um 0600 uhr auf dem eisfeldparkplatz beim hallenstadion parkte. leider kann ich nur bei schlechtem wetter den hallenstadion parkplatz benützen. bei schönem wetter muss ich auf den anderen parkplatz ausweichen und dort im schatten der bäume parken damit ich sicher bin dass es meine drei vierbeiner kühl genug haben.  auf dem parking von der halle gibt es keinen baum und die sonne sengt ungebrochen runter, und das war an diesem nachmittag der fall. dann waren die hair days 13 angesagt. ach es war ja nett. sehr rosarot, noch mehr blond, irgendwie aber trotzdem faszinierend.  abends um fünf hiess es dann arbeitsende. ab zum hundespaziergang in zürich, dann das hymerli durch die waschanlage jagen, benzin tanken und dann ab zum brauiweiher. tigi schon ganz nervös weil sie schon einen tag nicht mehr raus hat können, tigerte wohlig gegen 2100 uhr wieder draussen herum. wir gingen noch zu viert auf den obligaten abendspaziergang und dann ab in die heia. ich war geschafft.

nun, und heute ein zufriedener tag. picco mit ursula war angesagt. ihre letzte stunde bei mir. und es war nur freude pur. noch leichte korrekturen im leinenhandling. die sache läuft sehr, sehr gut. immer zweifelte ich an ursula und ihrer einstellung zur schleppleine, aber nun ist das handling wunderbar.  ursula und picco gehen völlig relaxed, und wir können zwei stunden durch den wald, was noch vor 5 monaten nur mit viel stress verbundengewesen war. ursula wendet nun unterwegs auch immer wieder kleinere übungen an und macht somit für picco den spaziergang interessanter. wau, so macht es freude. ich entlasse die beiden mit freuden und freue mich, sie in zukunft auf den hunderallys begrüssen zu können.  

nach zwei, drei besorgungen rauf auf den lettenberg und die sonne geniessen. erst besuchte mich völlig überraschend monika weber vom hallenstadion, dann rauschte barbara mit ihrem motorrad an und da aller guten dinge sind drei sind, besucht mich ganz spontan noch hanspeter. habe mich sehr gefreut. der tag war recht schön und ich genoss die sicht in die immer noch mit vielem schnee bedeckten berge. diese woche werde ich zwischen brauiweiher und lettenberg pendeln. ich habe noch drei hundehalter zu unterrichten. dann kommt der workshop in oberrohrdorf am samstag.
nächste woche werde ich eine freiwoche einschalten. wo ich dann sein werde, entscheide ich relativ kurzfristig. ich nehme mir eine auszeit um mich für die prüfung  ende juni vorzubereiten. aber vorher gibt es dann sicher noch einen blog eintrag.

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