Freitag, 26. April 2013












meine grosse, grosse kleine TIGI maus
 
 
eigentlich kennt ihr benehmen keine superlative die ihr gerecht wird. ich muss ihr einen grossen kranz winden. aber gehen wir erst ein paar jahre zurück. mein vater lebte noch und tigi kam, als baby, in seinen haushalt.  dachwohnung mit grosser terrasse in der 6. etage. kein freilauf. wir kauften sogar noch für teures geld eine spezialvorrichtung an netzwerk für die terrasse. wenn ich zu vater auf besuch kam, schaute sie mich nicht mit dem hintern an. jedesmal plärrte und fauchte sie mich vom katzenbaum aus an, ja einmal sprang sie mich sogar an, knallte mir ihre krallen in die schulter und wollte beissen.  keine heisse liebe, logo auch von meiner seite aus nicht. vater aber vergötterte sie. seine kleine tigi maus. als ich meinen vater dann eines tages mit shiva meinem hund , damals noch ein welpe, besuchte, war der kessel ganz geflickt. madame tigi flippte so hochgradig, dass ich angst um mein gesicht und um meinen kleinen hund bekam. ich unterliess darauf hin die besuche mit dem hund zusammen und besuchte meinen vater nur noch alleine. nur………das verhalten dieser katze änderte sich überhaupt nicht. ich bin heute noch der meinung, dass sie mich am liebsten jedesmal angepisst hätte. kurze zeit später kam tag x. vater starb und die frage kam auf, was weiter mit der katze. ich war erst seit kurzem wieder ansässig in der schweiz und hatte noch nicht viele bekannte. also kein umfeld in dem ich die katze hätte platzieren können. die einzige die katzen über alles liebte und die ich kannte, war helga in berlin, aber die wollte aus altersgründen keine mehr. also beschloss ich, den versuch zu wagen und tigi zu shiva und mir zu nehmen.  die ersten tage, hölle und theater pur. gemecker, getöse, rumgerenne, gefauche und das rund um die uhr. erst versuchte ich die katze zu locken, dann mit gutem futter zu überzeugen. nichts half, terror pur. gekratzt worden ist überall, am sofa, an den wänden,  gepisst in die kiste, neben die kiste, auf`s bett……….und dann riss mir die geduld.  ich liess sie raus. auf gutdünken. erst war sie nur im treppenhaus unterwegs, dann in den kellerräumlichkeiten. bevor es raus auf die strasse ging, zogen wir um. von mitten in der stadt, mitten in die schweiz auf’s land. ich bezog eine wohnung auf einem bauernhof in giswil und dort konnte sie nach herzenslust rein und rausspazieren. wie es einem katzenherz gefällt. das verhältnis zu shiva und mir fing sich langsam an ins positive zu verändern. sie liess sich ab und an streicheln, lag nun auf einmal des öftern zusammen mit shiva im hundekorb,.wenn ich kochte oder sonst eine tätigkeit verrichtete war sie in der nähe, entweder schlafend oder mich beobachtend.  wenn ich von der arbeit kam, erwartete sie mich jeweils schon. miauend tanzte sie um mich und shiva herum und wollte jedesmal sofort futter. was sie auch bekam. in giswil, am schönen sarnersee wurde sie auch zu einer jägerin.

ab und an brachte sie mäuse nach hause und mitten in der nacht hatte ich dann rodeo unter dem bett, auf dem bett und neben dem bett. aber ich gewöhnte mich daran vor allem an das wegräumen der zebissenen mäusekadaver.  nach drei jahren zogen wir nach rorbas in eine schickimicki wohnung. da war es mit der rumstrolcherei vorbei. sie musste sich gesittet mit zwei grossen terrassen begnügen. auch da schickte sie sich recht mühelos rein. im gegensatz zur baslerwohnung gab es keine zerkratzten gegenstände mehr und auch sonst keine terrorattacken. aber irgendwie hatte ich schon immer ein schlechtes gewissen, war ich mir doch bewusst, dass ich sie zu einer gefangenen gemacht habe. als wir dann in den lettenberg bei turbenthal umzogen, fühlte auch ich mich wieder wohler. endlich konnte sie die freiheit wieder geniessen und draussen im freien gelände rumtollen. wie schon in der wohnung auf dem bauernhof  enfernte  sie sich auch in der klosterwohnung nie weit vom haus weg entfernt.  rief ich sie, war sie immer sofort zur stelle. kam ich von der arbeit nach hause trudelte sie sofort immer in die küche und bettelte nach futter. an wärmeren und trockenen abenden kam sie mit auf den hundespaziergang. aus der ehemaligen feindschaft war inzwischen eine freundschaft zu shiva und mir geworden. gefördert sicher durch die freiheit die ihr zugestanden worden ist. durch die vielen veränderungen die sie mit uns durchlebte, und an die sie sich immer wieder anpasste, bekam ich auch ein immenses vertrauen zu ihr. sie hatte sich in unsere familie völlig eingelebt und ist ein fester bestandteil davon geworden. als es dann darum ging, sie von den mäusegiftattacken meines vermieters zu beschützen, blieb mir nur noch der ausweg, dort wieder wegzuziehen. ich hatte zu grosse angst, sie würde das opfer einer solchen giftaktion. als ich dann tote mäuse im keller fand, und auch gestreutes gift, war mir klar, dass eine vergiftung von tigi nur noch eine frage der zeit sein konnte. eigentlich nicht leichten herzens kündigte ich die wohnung . eigentlich schade denn die wohnung war geradezu passend, und ich hatte, ausser mit den beiden hausmitbewohnern, mit der ganzen umgebung  guten kontakt. mit der  kontaktlosigkeit innerhalb der hausgemeinschaft hätte ich gut leben können, denn meine lebensart war sowiso nicht passend zu der art von den zwei typen, aber mit den giftlereien war das nicht mehr möglich. als dann auch noch giftdrohungen gegen die hunde kamen, inzwischen war laika,
eine 13 jährige hundedame noch eingezogen, und ich auch noch die aufforderung bekam, sie umzuplatzieren, sehnte ich das datum des auszuges sehnlichst herbei. nur das problem bestand darin, und dies kostete mich auch viele gedanken, wie weiter geschäftlich. ich habe einen grossen pfeiler genau in dieser gegend gepflanzt mit dem HUNDERALLY IM WALD. Ich kann dort den ganzen wald benutzen und es hat mir doch schon viel kunden gebracht. Im laufe der monate, ich habe das geschäft ja erst im august angefangen, hat sich auch gezeigt, dass es aber sinnvoll ist, auch ausserhalb des tösstals meine dienste anzubieten. so kam ich auf die idee, den sommer mal im wohnmobil zu verbringen. ein grosses problem dabei aber meine katze TIGI. ob das wohl ginge???? dieses thema machte mir viel bauchweh. die ersten tage dann wie das wohnmobil vor dem haus stand, wollte sie gar nicht rein. schon 5 tage bevor ich die wohnung abgab, zog ich ins womo ein. wir pendelten zwischen wohnung ausräumen und putzen, und dem womo, hin und her. geschlafen wurde schon im womo. passte weder ihr noch shiva. laika war es relativ egal, hatte ich den eindruck. den tag der abfahrt fürchtete ich etwas, denn ich habe mit tigi schon öfters die erfahrung gemacht, dass sie sich beim autofahren ungemein aufregen kann und ihr geklöne einem durch mark und bein geht. aber oh, wie staunte ich. beim wegfahren etwas gejammer, so drei-, viermal und dann war ruhe.  und bis heute war nie mehr ein ton von ihr zu hören. sie kriecht auf mein bett und verbringt die reise jeweils dort. absolut relaxt und ruhig. die ersten paar tage hielt ich sie im womo fest eingeschlossen. da das wetter sehr kalt, um den gefrierpunkt herum war, ein relativ leichtes unterfangen. kaum wurden aber die tage etwas wärmer und am frühen morgen das vogelgezwitscher etwas intensiver, wollte sie raus. ich zog ihr ein katzengschtältli an und band sie mit der hundeschleppleine an die bodenschraube. als sie das ganze hymerli von unten her berochen hatte, liess ich sie frei. ganz wohl war mir nie bei der sache. aber TIGI enttäuschte nicht. Bis heute und das nun seit drei wochen, kommt sie immer wieder zurück. oft ist sie sechs, sieben stunden unterwegs und kann ihre freiheit geniessen. da sie sehr nachtaktiv ist, miaut sie so gegen fünf uhr am morgen vor der tür und will reingelassen werden. nun, das stört mich nicht. ich stehe dann schnell auf, lass sie rein, gebe ihr futter und lege mich wieder hin. sie legt sich dann meistens zu shiva und fängt auch an zu pennen. meistens verpennt sie den ganzen tag. und das ist so gerade ideal, denn ich fahre ja meistens tagsüber. so habe ich auch nicht so probleme von wegen nicht abfahren können, weil tigi noch fehlt. ich hoffe natürlich, dass sich dieses wunderbare mäuschen weiter so verhält, und sie noch viele schöne und interessante orte kennenlernen wird.



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